Ein Spaziergang durch die Geschichte Rellingens:
Der Ort wurde als "Reinlage", in dem Erzbischof Adalbero von Hamburg dem Hamburger Domkapitel einen Fronhof verleiht, um das Jahr 1140 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Spätestens um das Jahr 1200 verfügte Rellingen über eine stattliche Kirche, deren romanischen Reste aus massigen Feldsteinen noch heute im dem runden Kirchturm zu erkennen sind.
Das Kirchengebäude wurde während des 30-jährigen Krieges zerstört, notdürftig wiederhergestellt und 1754 abgerissen.
1756 wurde das von dem Baumeister Cai Dose geplante Bauwerk fertiggestellt.
Es stellt eines der Hauptwerke des spätbarocken Kirchenbaues im Lande dar und
ist ein Kunstwerk von richtungweisender baugeschichtlicher Bedeutung.
Durch die Kirche und den Markt war Rellingen jahrhundertelang Mittelpunkt eines großen Bereiches, der u.a. die heutigen Orte Quickborn, Appen, Heist, Norderstedt-Garstedt, Halstenbek, Pinneberg, Tornesch und Borstel-Hohenraden umfaßte. Im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts stellte Rellingen den gewerbereichsten Ort dieser Region dar.
Trotz der grösseren Zahl der Gewerbetreibenden war Rellingen im späten Mittelalter und bis weit in die Neuzeit ein Bauerndorf. Da ein Adelsgut oder ähnlich großer Landbesitz nicht vorhanden
war, gab es keine Leibeigenschaft oder Hörigkeit.
Im letzen Drittel des 19.Jahrhunderts war Rellingen eine der Keimzellen und wurde später Mittelpunkt des größten geschlossenen Baumschulengebietes der Welt, das der Kreis Pinneberg noch heute darstellt...........
Rellinger Herbstimpressionen: